Carsharing- versus Privatautos: Streit um Parkplätze in Berlin-Rudow zwischen „Miles“ und Anwohnern
Der Carsharing-Anbieter „Miles“ hatte vor Ostern Teile seiner Flotte vom BER nach Rudow umgeparkt. Eine Sprecherin pariert die Anwohnerkritik geschickt. Von Nina Breher.
Autos der Zukunft (II): Freie Parkplätze für freie Autobesitzer! Oder nicht? Ein Rudower staunte nicht schlecht, als mehr Parkplätze als üblich belegt waren, berichtet die „BZ“. Schuld war – klar, wer sonst – der BER: Da viele vor Ostern zum Flughafen wollten, hatte das Carsharing-Unternehmen Miles sein Parkplatz-Kontingent am Flughafen ausgeschöpft, erklärt die Sprecherin des Anbieters. „Wir mussten Ausweichmöglichkeiten finden“ und so habe man entschieden, an Gründonnerstag rund 40 Fahrzeuge in dem Rudower Gebiet abzustellen, wo sie bis Freitagabend blieben. Man verstehe die Irritation einzelner Anwohner, die plötzlich mehr Autos als gewöhnlich um sich hatten. Aber in dem Gebiet seien Parkplätze nicht knapp, und „öffentliches Straßenland kostenfrei zu nutzen, sollte allerdings keine Selbstverständlichkeit sein und eingefordert werden“, findet Miles (dass auch das Unternehmen streng genommen genau öffentlichen Raum kostenfrei genutzt hat – sei’s drum).
Auch dass die Firma öffentlichen Raum außerhalb des Ausleih-Radius‘ als Zwischenlager für nicht benötigte Fahrzeuge nutzte, um am BER Zusatzkosten zu vermeiden, lässt Miles nicht gelten und verweist darauf, dass private Autos die meiste Zeit des Tages nur herumstehen: „Öffentliches Straßenland wird permanent zur Lagerstätte für private Autos – nicht nur in Rudow“, schreibt die Sprecherin. Wo sie recht hat…