Tierparks und Landwirtschaft in Sorge: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche hat auch in Berlin Folgen

Eine extrem ansteckende Tierseuche bricht nahe der Berliner Stadtgrenze aus: Zoo und Tierpark schließen, Tiertransporte werden gestoppt, und sogar die Grüne Woche ist betroffen. Von Stefan Jacobs.

Tierparks und Landwirtschaft in Sorge: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche hat auch in Berlin Folgen
Foto: dpa / Sebastian Gollnow

Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche nahe der Berliner Stadtgrenze zieht Dramen nach sich. Tiertransporte sind weitgehend verboten, der Export von Fleisch- und Milchprodukten dürfte einbrechen; Schäfer im Umland fürchten das Schlimmste. In Berlin dürfen auf der bevorstehenden Grünen Woche keine Klauentiere ausgestellt werden (was vielleicht die beste Nachricht zu diesem Thema ist). Der Zoo bleibt abgesehen vom Aquarium mindestens heute noch geschlossen, der näher am Infektionsherd gelegene Tierpark länger. Der Freundesverein von Zoo und Tierpark ruft seine Mitglieder bereits zu Spenden auf. Kleineren Tierparks und Streichelzoos mit weniger Lobby stehen bange Tage bevor. Der vom Ausbruch der extrem ansteckenden Tierseuche betroffene Bio-Betrieb in Hönow war Selbstversorger beim Futter, was den Ausbruch noch mysteriöser macht. Laut „B.Z.“ sollen heute in Schöneiche Tiere getötet werden, die Futter aus Hönow bekommen haben.