Alter Fuhrpark, lange Reparaturen: Feuerwehr kämpft mit Ausfällen

Und damit zum dritten Teil unserer Reihe „Bei der Feuerwehr brennt’s“: Nach Engpässen bei Tauglichkeitsprüfungen und Atemschutzmasken geht es heute um den alternden Fuhrpark. Berlins Rettungswagen sind laut Jahresbericht der Feuerwehr ohnehin etwa ein Jahr älter (5,5 Jahre) als im bundesweiten Mittel (4,6 Jahre). Und die Oldies verschleißen nach Checkpoint-Informationen immer schneller, die offiziellen Werkstätten kommen mit den Reparaturen kaum hinterher. Die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge sinkt. Es gab wohl bereits Versuche, auf externe Werkstätten auszuweichen. In der freien Wirtschaft allerdings ist das Interesse an bürokratischen Behördenaufträgen überschaubar. Und so hört man von Rettungswagen, die für eine Reparatur bis nach Pirna gebracht wurden.

Auch die Drehleitern sind in die Jahre gekommen. Zwei der sogenannten „Hubrettungsfahrzeuge“ waren seit Mai 2023 an 691 bzw. 750 von 762 möglichen Einsatztagen kaputt (Q: Antwort der Innenverwaltung auf eine Schriftliche Anfrage von Thorsten Weiß, AfD). Auf Checkpoint-Anfrage verweist die Feuerwehr auf lange Reparaturzeiten bei den Fahrzeugherstellern.