Keine Einigung in der Koalition über Mietendeckel

Zu den Meldungen aus Berlin:

Den schwersten Job in der Berliner Politik hat zur Zeit Senatssprecherin Claudia Sünder – einen Teil ihres Gehalts darf sie getrost als Schmerzensgeld verstehen. Gestern dichtete sie der Senatsklausur zur Mietenpolitik ein Ergebnis an, das als Skript für eine Realsatire mit Michael Müller als Günter Pfitzmann und Katrin Lompscher als Brigitte Mira an jedem Berliner Boulevardtheater Erfolge feiern würde – zentraler Satz:

Es erfolgte die Verständigung zu einem Einigungskorridor.

Bitte nicht drängeln, bitte nicht alle auf einmal. Bevor sich die Teilnehmer auf den Weg zum Korridor machten (Treffpunkt für den weiteren Marsch: Dienstag im Senat, Freitag im Koalitionsausschuss) ergänzten sie diesen formidablen Fortschritt vertraulich um folgende Punkte:

„Es gibt kein finales Ergebnis.“

Der Teufel steckt im Detail.“

Die Kuh ist noch nicht vom Eis.“

Jetzt wissen wir wenigstens, was nächste Woche noch geklärt werden muss.“

Es ist gut gewesen, wieder miteinander zu reden.“

Die Sitzung fand in guter und konstruktiver Atmosphäre statt.“

Der Mietendeckel ist auf einem guten Weg.“ Aha – wahrscheinlich rollt er gemeinsam mit den Koalitionären scheppernd zum Einigungskorridor.