Keine Förderung durch Kulturverwaltung: XJazz!-Festival in Berlin abgesagt – trotz 200.000 Euro im Etat
Ein Fall für den „Rottweiler“, wie Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson ihren Persönlichen Referenten, Dr. Georg Gremske, nennt? Inmitten der Fördergeldaffäre in der Kulturverwaltung wirft die Nicht-Vergabe der Förderung in jedem Fall Fragen auf. Von Lorenz Maroldt.
Wir blieben beim Thema, denn weniger Glück als Marc Wohlrabe (Sohn des früheren CDU-Abgeordneten und Parlamentspräsidenten Jürgen Wohlrabe, den Herbert Wehner einst als „Übelkrähe“ beschimpfte; die Älteren unter uns erinnern sich, und die Jüngeren wundern sich) …
… also weniger Glück als Marc Wohlrabe, der als Mitarbeiter des CDU-Abgeordneten Christian Goiny direkt und erfolgreich bei der zuständigen Kulturverwaltungsmitarbeiterin wegen der Förderung eines von ihm selbst mitgegründeten Projekts intervenierte, hat offenbar Sebastian Studnitzky, Leiter des überaus beliebten und erfolgreichen „Xjazz!“-Festivals – oder muss es richtigerweise heißen: weniger gute Beziehungen als Marc Wohlrabe?
Das Jazz-Festival wurde für dieses Jahre jedenfalls abgesagt, weil die Kulturverwaltung keine Förderzusage geben wollte – obwohl im Etat dafür 200.000 Euro vorgesehen sind (Kapitel 810, Titel 68605). Wenn das nicht ein Fall für den Rottweiler… pardon: für Dr. Georg Gremske ist! Der verhinderte Festival-Leiter Studnitzky könnte ihm sicher Punkt für Punkt erklären, warum das Festival diagrammatisch in einer direkten Linie von Berlin abstammt. Das Verwaltungshandeln kommentiert für uns heute Swing-King Count Basie: „Doggin‘ around!“