Gepäckchaos kann nicht nur der BER: Wie ein Kinderwagen in Berlin allein aus dem Zug ausstieg
Eine Leserin fährt mit ihren Kindern in die Herbstferien – mit dem ICE. Am Zielort fehlt plötzlich der Kinderwagen. Was ist passiert? Eine Berliner Odyssee. Von Lotte Buschenhagen und Thomas Lippold
Wir machen weiter mit einer Kurzgeschichte, die den BER vor Neid erblassen lässt: In der ersten Herbstferienwoche steigt CP-Leserin Alessa Hartmann am Südkreuz in den ICE nach Bonn – mit Kindern (6 Jahre, 9 Monate), Koffern und Kinderwagen. Doch den lädt die Bahn am Hauptbahnhof kommentarlos als „Fundstück“ wieder aus. Das bemerkt Hartmann leider erst in Hannover. Das Zugpersonal bittet die Berliner Kolleg:innen, den Wagen in einem anderen Zug nachzusenden. Erst Murren, dann zögernde Zusage. Donnerstagvormittag ein Anruf: „Die Berliner“ hätten den Kinderwagen leider doch nicht in den richtigen Zug gesetzt, sondern ins Fundbüro in Lichtenberg geschickt.
Frau Hartmann ruft bei der Fundstelle an: Mailbox. Mail an die Bahn: Formular-Absturz. Hotline: Können wir nachschicken, aber müssense schon selber zahlen. Frau Hartmann gibt auf und kauft einen Buggy bei Ebay. Zurück in Berlin fährt sie zum Servicecenter, wo sie tatsächlich der entführte Wagen empfängt. Er trägt den großzügigen Vermerk „aus Kulanz gebührenfrei herauszugeben“.
Was haben Sie in Berlin verloren – und wiedergefunden? Kuriose Fundgeschichten bitte an checkpoint@tagesspiegel.de.