BUND kritisiert schwache Mehrweg-Politik

Das ist mal eine Statistik zum Wegwerfen: In Berlin werden geschätzt stündlich 20.000 Einwegbecher gebraucht und weggeschmissen, meldet die Senatsumweltverwaltung. Damit es künftig weniger sind, startet die Verwaltung nun eine neue Werbekampagne. Zu wenig, findet der BUND Berlin. Die Naturschützer fordern vom Land mehr Kontrollen der schon jetzt bestehenden Pflicht für (größere) Gastronomen, Mehrwegbehälter anzubieten, oder noch besser: Zuschüsse bei der Anschaffung von Pfandbechern. Umweltsenatorin Manja Schreiner versucht es dagegen lieber mit gutem Zureden im Sozialpädagogen-Stil: „Ich möchte die Berlinerinnen und Berliner nochmal ganz herzlich bitten, auf Einwegverpackungen – so gut es geht – zu verzichten. Der stetig wachsende Einwegmüllberg muss nicht sein.“ Ob eine Ansprache, hart wie ein Pappbecher, daran etwas ändert?