Nach queerfeindlichem Vorfall an der Rütli-Schule: Gespräch abgesagt, Betroffener ausgeladen

Die Aufarbeitung des Falls an der Neuköllner Rütli-Schule, wo der Ehemann eines Lehrers mutmaßlich queerfeindlich belästigt und bedroht wurde, beginnt für den Betroffenen suboptimal. Am Dienstag hätte ein Gespräch mit dem Ehepaar, der Schulleitung, einem Vertreter der regionalen Schulaufsicht und Queerbeauftragtem Alfonso Pantisano (SPD) stattfinden sollen. Nach Darstellung des Lehrer-Ehemanns hatte die Schulaufsicht Pantisano sogar gebeten, das Treffen anzubahnen.

Doch nur wenige Stunden vor dem Termin erreichte das Ehepaar eine Absage. Zu einem neuen Termin ist nur der Lehrer und eine Person seines Vertrauens geladen. Sein Gegenüber ist ein fürs Personalmanagement zuständiger Beamter der Bildungsverwaltung – die damit nicht nur Pantisano, sondern auch ihre eigene Schulaufsicht brüskiert. Der Ehemann ist empört: „Mit mir als Hauptgeschädigtem wird überhaupt nicht mehr gesprochen“, sagte er dem Checkpoint. Die Bildungsverwaltung äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorgang.