Bahn-Odyssee für Ex-RBB-Intendantin Reim
Keine Höchstgeschwindigkeit, mehrstündige Verspätung und ein ausverkauftes Bordbistro. Die frühere RBB-Intendantin Reim berichtet von einer Bahnfahrt zum Vergessen. Von Lorenz Maroldt.
Einmal Betriebsstörungsbingo komplett erlebte auf einer Fahrt von Spandau nach Mannheim und zurück Ex-RBB-Intendantin Dagmar Reim. Einige Auszüge der Schienen-Odyssee anhand der O-Töne der Bahnmitarbeiter, die sie dem Checkpoint übermittelt hat: „Unser Zug kann nicht die Höchstgeschwindigkeit erreichen, weil unser Lokführer nicht die nötigen Streckenkenntnisse hat.“ (Immerhin – verfahren hat er sich nicht). „Wir haben Frankfurt mit Verspätung verlassen. Der Grund dafür sind Kommunikationsprobleme.“ (Vielleicht „Aber das Navi sagt, ich soll links abbiegen!“?) Das Zwischenergebnis der Fahrt: Dagmar Reim kam erst drei Stunden nach der Bestattung einer guten Freundin in der alten Heimat an. Auf dem Rückweg ging’s so ähnlich weiter: „Korrektur: Unser Bordrestaurant hat zwar noch geöffnet, aber wir haben so gut wie keine Ware mehr.“ Das Ende der Reise nach einem Tag, der nicht wie im Flug verging: „Unser Zug hält nicht in Spandau.“ CP-Fazit: die Bahn beweist, dass man auch komplett neben der Spur übers Ziel hinausschießen kann.