Charité-Chef euphorisch angesichts der Impfstoffentwicklung
wenn Politiker die Parole ausgeben, dass es erst schlechter wird, bevor es besser wird, ist Misstrauen angebracht. Aber beim Coronavirus zeichnet sich genau diese Entwicklung ab: Von einem „außergewöhnlichen Erfolg eines deutschen Unternehmens“, sprach Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer gestern angesichts der endlich konkret gewordenen Hoffnung auf einen effektiven Impfstoff gegen Covid-19. „Wirklich beeindruckend“ findet der Pharmakologe die raschen Fortschritte bei der Entwicklung des Impfstoffs. Die gute Nachricht könnte allerdings das kurzfristige Risiko noch erhöhen, falls die Aussicht auf eine Schutzimpfung den Übermut befördern sollte. „Wir haben noch einen Bremsweg von etwa zwei Wochen“, sagte Kroemers Vize Ulrich Frei in der Abendschau mit Blick auf den erhofften Effekt der aktuellen Beschränkungen. Wenn die Bremse versagt, werde die Lage noch vor Weihnachten furchtbar.