Müller fordert SEV für gesperrte U-Bahnen

In der RBB-Abendschau hat der Bauchef der BVG gestern noch mal erklärt, warum es während der achtwöchigen Sperrung von U2 und U3 in der City West keine Ersatzbusse gibt (CP von Montag). Allerdings hat er den Fahrplan ohne Michael Müller gemacht: In der Senatssitzung hat der Regiermeister Verkehrssenatorin Regine Günther und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop als BVG-Aufsichtsratsvorsitzende dringend aufgefordert, doch noch einen Ersatzverkehr einzurichten. Günther soll von der Misere erst aus der Zeitung erfahren haben. Gern geschehen!
Die vorhandenen Ersatzbusse braucht die BVG für die U7 in Neukölln, auf der bis Anfang März ebenfalls gebaut wird. Insgesamt will die BVG in den nächsten vier Jahren 800 Mio. Euro ins U-Bahn-Netz investieren. Wo und wann, steht hier. Die legendären M29er-Rudel kommen zur Verstärkung nur scheinbar infrage, da sie aus Artenschutzgründen nicht getrennt werden sollen. Kämen die Busse allgemein schneller voran, entstünde ganz von selbst eine Reserve. Aber sie stehen im Stau. Und in der Koalitionsvereinbarung steht: „Neue Busspuren werden dort eingerichtet, wo Busse im Stau stehen, und Lücken im existierenden Busspurennetz geschlossen.“ Und steht und steht und steht.