Müller mahnt zur Geduld

Bei „Berlin direkt“ im ZDF warnte der Regierende Ministerpräsidentenvorsitzende Michael Müller gestern Abend trotz sinkender Inzidenz (F‘hain-Xberg und T‘hof-S‘berg sind unter 50, Steglitz-Z’dorf bei 32,6) vor zu großer Hoffnung auf baldige Wiedereröffnung von Kultur und Kommerz: Die Werte müssten erst stabil unter 35 liegen, und zwar großflächig. Osterurlaub hält Müller immerhin „für denkbar“ – aber das kann auch bedeuten, dass er vielleicht wieder nur im Kopf stattfindet, als schöne Fantasie.

Viel hängt ab vom Tempo, mit dem sich die hoch ansteckenden Virusvarianten verbreiten – in Berlin tauchen sie inzwischen bei jeder zehnten Neuinfektion auf (Q: Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci). Müller meint seine Mahnung zu mehr Geduld also durchaus ernst – auch wenn er zuletzt öfter lächelnd zu sehen ist, wie am Sonnabend bei Phoenix. Der Comic-Künstler Matthias Lehmann, der das politische Leben Müllers zu zeichnen versuchte, stellte beim Gespräch jedenfalls fest: „Sie kommen sehr entspannt rüber.“