Kultursenatorin findet Aussagen von Fördergeldempfängerin „verstörend“
Mal wieder dürfte der Baum brennen bei der Berliner CDU im Zusammenhang mit der Fördergeld-Affäre. Mittendrin: Maral Salmassi, Vorständin im CDU-Ortsverband Lichterfelde und Chefin des auf Druck der CDU-Fraktion mit 390.000 Euro geförderten Zera-Instituts. Mit dem Projekt will sie Hass bekämpfen, hat jedoch wie berichtet (CP vom 19.2.) selbst Hass im Netz verbreitet. Den jüdischen Milliardär George Soros etwa nannte sie „Parasit“. Nun schlägt ein „Spiegel“-Bericht darüber erneut medial Wellen. Und ruft selbst Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson auf den Plan. „Die Äußerungen von Frau Salamassi, die mir zum Zeitpunkt der Fördergeldvergabe nicht bekannt waren, sind als mindestens verstörend zu bezeichnen“, zitiert sie der „Spiegel“. Salmassi selbst hatte die Äußerung gegenüber dem Tagesspiegel als nicht gelungen bezeichnet. Das dicke Ende könnte jedoch noch kommen. Man habe von dem Projekt Zwischenberichte angefordert, sagte Wedl-Wilson, und behalte sich vor, gegebenenfalls Fördermittel zurückzufordern.