TXL: Fehler in der Broschüre zum Volksentscheid entdeckt
Post vom Öko-Institut, das der Darstellung der TXL-Fans in der Broschüre zum Volksentscheid widerspricht: Die dort genannten 108 Mio. Euro für den Lärmschutz der Anwohner seien anders als behauptet 2006 nicht in einer Studie des Instituts ermittelt worden, sondern stammten aus einer Expertenrunde zweier Bundesministerien, die sich mit der Novelle des Fluglärmgesetzes befasst hätten. Aktuelle Rückschlüsse ließen sich aus der Summe schon gar nicht ziehen, weil Forschung und Gesetzgebung längst weiter seien. Weiter ist auch der BUND, der einen Verwaltungsrechtler ermitteln lassen hat, dass TXL juristisch nicht zu retten ist. Krach wird es trotzdem noch geben.
CP-Leserin Daniela W. (und vermutlich nicht nur sie) hat ebenfalls ein Problem mit der TXL-Broschüre, weil da in den Argumentationen beider Seiten jeweils Sätze abbrechen, ohne auf der nächsten Seite weiterzugehen. Sieht aus wie falsch geheftet, entspricht aber der Vorgabe im Abstimmungsgesetz, wonach die Argumente beider Seiten „nebeneinander in gleicher Schrifttype und Schriftgröße wiederzugeben“ sind, also jeweils links die Trägerin zu Wort kommt und rechts Senat und Abgeordnetenhaus. Das ist gerecht gedacht, aber für den Normalmenschen schlecht gemacht, wie die Lektüre erweist. Bleibt nur der Rat von Sprachpapst J.W. v. Goethe: „Um die Ecke, Lesen!“