Suspendierter Polizist von eigenem Tattoo geschockt
Seit 10 Jahren ist ein Berliner Polizeikommissar bei monatlichen Bezügen von 2800 Euro p/m suspendiert: Er trägt Glatze zu Nazi-Tattoos, zeigte den Führergruß, organisierte Rechtsrock-Konzerte, schmückt seine Wohnung mit Bildern von Hitler und Wessel – und klagt auf Weiterbeschäftigung. In zwei Instanzen bekam er recht, heute entscheidet das Bundesverwaltungsgericht. Gestern beim ersten Verhandlungstag folgender Dialog – Richter: Wissen Sie, welche Melodie die tätowierten Noten rund um den Totenkopf auf Ihrer Brust darstellen? Beamter: „Nein“. Richter: Es handelt sich um das Horst-Wessel-Lied. Beamter: „Das wäre mir neu.“ Damit dürften die Mängel an der Polizeischule bewiesen sein: Es hapert eindeutig an der musikalischen Bildung – mehr als den Marsch blasen ist da bei manchen nicht drin.