Berlins Kampf um seine kulturelle Mikroökonomie

Berlin hat ja angeblich mehr Brücken als Venedig, mehr Kirchen als Rom, mehr Parks ja auch und, ach, Clubs haben wir sowieso zehnfach mehr als alle anderen zusammen. Bätschi, sage ich dazu nur! Damit das schön so bleibt, hat Kultursenator Klaus Lederer (um den geht es weiter unten nochmal) jetzt erklärt, das im Mai aufgelegte Soforthilfeprogramm um zweimal drei Monate verlängern zu wollen – insgesamt 60 Millionen Euro würden fließen. Empfangen sollen das Geld Clubs, Varieté-Theater, Einrichtungen der freien Szene, kleine Kinder- und Jugendtheater sowie private Museen. Kohle, die die schlimmsten Brände löscht. Die Clubs hat der Senat jetzt immerhin als Kulturorte anerkannt, sieht sie nicht mehr auf einer Stufe mit Bordellen und Spielhöllen. Diese kulturelle Mikroökonomie gilt es jetzt anzufeuern, von uns für uns. Damit Berlin doch ein bisschen und eigentlich bitte ganz schön dolle, na echt jetzte!, wie Berlin bleibt.