Vielsagender Versprecher von Kai Wegner bei Bezirkstour des Senats in Marzahn-Hellersdorf

Wenigstens im Senat versteht man sich meist noch prächtig – wie gestern auf der Bezirkstour durch Marzahn-Hellersdorf. Es passte aber auch alles: die Kulisse für die Senatssitzung (Schloss Biesdorf), das Wetter (heiter) und die Programmpunkte (u.a. eine Jugendkunstschule). Der Regierende leistete sich zu Beginn der Tour einen vielsagenden Versprecher:  Marzahn-Hellersdorf sei „ein ‚Problem…‘“, setzte Kai Wegner an, um nach einer Intervention von Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic (CDU) fortzufahren: „…ein Bezirk voller Herausforderungen und Chancen“. Zivkovic schenkte ihm eine Sandmännchen-Figur – bekannt dafür, Leuten Sand in die Augen zu streuen.
 
Mittendrin in der Ausflugsgesellschaft: Die Bald-Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson, die – obwohl noch nicht im Amt – mit aufs Gruppenfoto durfte und auch sonst wirkte, als wäre sie schon immer dabei gewesen. Erster Eindruck: Das passt sowohl menschlich als auch fachlich, was die Aufgabe in den nächsten Haushaltsberatungen für Wedl-Wilson nicht kleiner macht. Apropos Haushalt: Finanzsenator Stefan Evers (CDU) stellte beim Besuch der Baustelle für ein neues Jugendzentrum erstaunt fest, dass mit Geld aus der Städtebauförderung offensichtlich auch Werbe-Gimmicks wie Kaffeebecher und Jenga-Türme finanziert werden. Letzteres könne man wohl im weitesten Sinne unter Städtebau verbuchen, seufzte der Finanzsenator.