Debatte über Privatschulfinanzierung: Berliner Koalition liefert sich Schulhof-Keilerei im Abgeordnetenhaus

Es krachte gestern gewaltig beim Thema Privatschulfinanzierung: Bildungssenatorin Günther-Wünsch (CDU) warf dem Koalitionspartner „Untätigkeit“ vor, die bildungspolitische Sprecherin der SPD keilte „auf offener Bühne“ zurück. Von Lorenz Maroldt und Margarethe Gallersdörfer.

Debatte über Privatschulfinanzierung: Berliner Koalition liefert sich Schulhof-Keilerei im Abgeordnetenhaus
Foto: dpa / Britta Pedersen

Eine Art Schulhof-Keilerei veranstalteten gestern im Abgeordnetenhaus Katharina Günther-Wünsch und Maja Lasić zur Verabschiedung der Privatschulfinanzierung. Die Senatorin warf dem Koalitionspartner im Wahlkampfstil „Untätigkeit“ vor, die bildungspolitische Sprecherin der SPD keilte zurück: Da Günther-Wünsch sie persönlich angegangen habe, werde sie „bestimmte Konflikte, die man lieber hinter verschlossenen Türen austrägt, jetzt auf offener Bühne austragen“. Dem Checkpoint sagte sie in einer Ringpause, die einzige Leistung der CDU sei es, der „Lobby der gewinnorientierten Privatschulen“ zu folgen. Checkpoint-Prognose: Ohne getrennte Hofpause wird’s weiterkrachen in der Koalition.