Dicke Luft in Berlin: Schadstoffbelastung ungewöhnlich hoch
In den ersten Monaten lag ungewöhnlich viel Feinstaub über der Stadt, Grenzwerte wurden häufig überschritten. Gründe sind Kälte, mehr Verkehr, wenig Wind und Schadstoffe aus Polen. Von Valentin Petri.
Auch überirdisch stinkt’s: Die Luft ist so schlecht wie lange nicht. In den ersten drei Monaten des Jahres hing ungewöhnlich viel Feinstaub über der Stadt. Von den zehn bisher meistbelasteten Messorten befinden sich laut Umweltbundesamt fünf in Berlin. Trauriger Spitzenreiter ist bundesweit die Messstation Silbersteinstraße, die seit Jahren prominent auf den Schadstofftabellen erscheint. Der (eigentlich lasche) Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft wurde dort bereits an 22 Tagen überschritten – höchstens 35-mal pro Jahr ist das erlaubt, sonst muss der Senat einen Luftreinhalteplan aufstellen.
„Berlin und Brandenburg hat es am heftigsten erwischt“, sagte Ute Dauert vom Umweltbundesamt dem Checkpoint.