Baufirma soll Strafzettel für polnischen Falschparker zahlen

Falschparker sind ärgerlich, aber genauso ärgerlich ist der Brief, den die Bußgeldstelle der Polizei einer Berliner Baufirma geschickt hat: Sie soll die Rechnung fürs Abschleppen eines Autos bezahlen, das im Halteverbot in der Baustelle stand. Denn das Auto hatte ein polnisches Kennzeichen, so dass der „vorrangig infrage kommende bzw. bereits ausgewählte Gebührenschuldner nicht (mehr) zur Verfügung steht“. Also soll die Rechnung an die Baufirma als Nutznießer der Aktion gehen. Juristisch offenbar korrekt, aber eine Zumutung für das kleine Unternehmen – und seltsam, da hiesigen Autobesitzern (zu Recht!) doch die Strafzettel aus halb Europa hinterhergeschickt werden.