Beamtenselbsthilfewerk irritiert über Kürzel: Namensvetter BSW schießt gegen Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)

Dass Wagenknechts Bündnis sich genauso abkürzt wie das Selbsthilfewerk, ärgert den Beamtenverein – bereits jetzt werde man verwechselt. Juristisch kann die Organisation nichts machen. Von Lotte Buschenhagen und Margarethe Gallersdörfer.

Beamtenselbsthilfewerk irritiert über Kürzel: Namensvetter BSW schießt gegen Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)
Foto: REUTERS/ANNEGRET HILSE

Nicht nur Sahra Wagenknechts Anbiederung nach rechts ist unkreativ, sondern auch das Kürzel für ihr neues Bündnis. „BSW“ steht nämlich für allerlei: Bundesverband Solarwirtschaft, Badische Stahlwerke – oder auch Beamtenselbsthilfewerk. Letzteres, ein Dienstleister für Mitarbeiter:innen im Öffentlichen Dienst, ist so gar nicht amused vom plötzlichen prominenten Namensvetter: „Wir sind stets politisch neutral“, schreibt Geschäftsführer Bernhard Löffler dem Checkpoint. Dass eine politische Initiative seine Abkürzung gewählt hat, irritiert nicht nur das Werk selbst, sondern auch seine Mitglieder. Die forderten zahlreich, juristisch gegen Wagenknecht vorzugehen. Das Problem: „Der Schutz einer Abkürzung wie BSW nicht möglich. Dies zeigt sich auch daran, dass im Registerportal über 100 Organisationen mit diesem Namensbestandteil aufgelistet werden.“ Jetzt hofft das Werk, dass Wagenknechts künftige Partei einen anderen Namen als das Bündnis tragen wird. Eine erste Verwechslung sei nämlich schon aufgetreten. Zitat aus der Zuschrift: „Währe es möglich mir ein Formular zuzusenden Indem ich der Sarah Wagenknecht Partei beitreten kann ?“ (Sic! Sic! Sic!)