Späth´sche Baumschule wird zur Kasse gebeten

Weil die Ferien ja nun vorbei sind, kommt hier Schulproblem Nummer drei: Fegen bringt Segen - und eine Menge Geld. Das gilt zumindest für einen Acker in Treptow, auf dem die Späth’sche Baumschule ihre Gartenpflanzen zieht und nun insgesamt rund 90.000 Euro Straßenreinigungsgebühren zahlen soll - was die fast 300 Jahre Firma ziemlich ausdörren würde. Nicht die märkische Krume, die bisweilen auf kommunalen Asphalt landet, macht das Putzen so teuer, sondern dass die Fahrbahn am Acker als Anwohnerstraße deklariert ist. Die Baumschule versichert zwar, dass es sich bei Kohl & Co. auf dem Gelände nicht um Menschen, sondern um reine Flora handelt, doch in Berlin bleibt eine Anwohnerstraße auch ohne Anwohner eine Anwohnerstraße. Anders wäre die Lage, wenn Bauer oder Förster das Gelände gepachtet hätten: Sie wären von Gebühren befreit. In anderen Bundesländern gilt das übrigens auch für Baumschulen. Aber da hat die Verwaltung ja auch kein Brett vorm Kopf.