Gratis-Aromatherapie in Berlin: Deutsche Wohnen lässt vollgelaufenen Keller wochenlang nicht reinigen
Knöcheltief in der Scheiße stehen? Der Berliner Immobilien-Gigant macht’s möglich. Die Ursache vom überfluteten Untergeschoss: ein kaputtes Abwasserrohr. Nun soll es immerhin eine Mietminderung geben. Von Thomas Lippold
Bewohner eines Hauses der Deutsche Wohnen in Steglitz standen jüngst in ihrem Keller knöcheltief in der Sch****. Mit Verlaub. Vollgelaufen war er wegen eines defekten Abwasserrohrs. Am 21. Oktober wurde die Deutsche Wohnen über den Schaden informiert. Neun Tage später: Zustand unverändert. „Es ist inzwischen unmöglich, die Kellerräume zu betreten und ich fürchte, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die dort gelagerten persönlichen Gegenstände Schaden nehmen werden“, schrieb Hilfe suchend ein Leser. Team Checkpoint hat mal nachgefragt bei Berlins Lieblingsvermieterin.
Die Deutsche Wohnen (DW) antwortete, ein „Servicepartner“ sei nach der Meldung vor Ort gewesen, wegen der Größe des Schadens aber unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Vergangenen Donnerstag, das sind fast zwei Wochen nach der Schadensmeldung, sei der Keller dann gereinigt worden – nur, um im Anschluss erneut vollzulaufen und am Montagabend wieder leergepumpt zu werden. Am heutigen Dienstag will die DW eine Aussage darüber treffen können, wann und wie der Schaden behoben werden kann.
Immerhin gibt man sich zerknirscht: Die DW versuche stets, „zügig auf Beschwerden von Mieter:innen zu reagieren und Schäden umgehend zu beseitigen. Im aktuellen Fall hat dies leider nicht reibungslos funktioniert“. Und verspricht eine Mietminderung. Bei mehrwöchiger Treppenhausaromatisierung wohl das Mindeste.