Schwache Rechenleistung der Verkehrsverwaltung

Hurra, ein neuer Berliner Rekord: Der Verkehrsverwaltung ist es tatsächlich gelungen, die Statik des Ampelmastes  Heiligenseestraße/Konradshöher Straße in Reinickendorf (inzwischen eine Checkpoint-Berühmtheit) innerhalb von nur vier Jahren zu berechnen. Die „Lichtsignalanlage“ (LSA) war bei einem Unfall am 8. Mai 2013 beschädigt worden. Was dann geschah, erklärt uns jetzt Staatssekretär Kirchner (auf Anfrage von CDU-MdA Stefan Schmidt) - und weil es so schön ist, in voller Länge:

„Es gibt für LSA-Maste sowie für Gemeinschaftsmaste, also Maste, an denen sowohl Signalgeber einer LSA als auch eine Beleuchtung montiert werden, keine vorgegebene Norm. Auf Grund neuer EU-weiter Normen zu Lastannahmen (insbesondere Windlast) wurde es jedoch erforderlich, diese Maste neu zu dimensionieren und zu berechnen. Als erstes musste folglich die Berechnungsweise der Statiken geklärt werden. Insgesamt handelt es sich um 17 verschiedene reguläre Masttypen  (ohne Sonderkonstruktionen), zu denen jeweils unterschiedliche Anbauten (Anzahl an montierten  Signalgebern, Auslegerlänge, Beleuchtungsmittel, Verkehrszeichen, etc.) zu berücksichtigen sind. Über die Statik des einzelnen Mastes hinaus, ist zudem die Gründungsstatik mit teilweise unterschiedlichen Fundamenten zu berechnen. Bereits die erste Berechnung der Maststatiken nach neuer Dimensionierung der Maste hat bei diesem Umfang einen größeren Zeitbedarf erfordert. Die Statiken wurden zweimal von Prüfstatikern überprüft, die zu unterschiedlichen Ergebnissenkamen, wodurch aufwändige Klärungen erforderlich wurden. Da die Verwaltung in diesem Bereich keine eigene Fachkompetenz besitzt, mussten für alle Berechnungen und Prüfungen externe Fachkräfte beauftragt werden, was zusätzlichen Zeitaufwand  bedeutete.“ Uff… So gesehen liegt der BER noch echt gut im Rennen.