Ein Regentropfen auf Berlins heiße Steine
Bevor wir uns aufregen über Regen, fragen wir uns, wie ein paar Tropfen warmes Nass auf Berlins heiße Steine überhaupt den Wasserhaushalt unserer Stadt bewegen. Am meisten ist gestern in Dahlem runtergefallen (7,3 Liter pro Quadratmeter), am wenigsten in Buch (2,4 Liter), berichtet Meteorologe Jörg Riemann von der „Wettermanufaktur“ auf Checkpoint-Nachfrage. Die Schauer reichen aber noch lange nicht, um die Trockenheit der letzten Wochen auszugleichen. Und erst recht nicht für die Trockenheit der letzten Jahre.
Die Aussichten sind dürre: Berlin leidet seit 2018 an einem Niederschlagsdefizit von 400 Litern. Es braucht also angesichts von 600 Liter Regen in durchschnittlichen Jahrenein besonders nasses Jahr mit 1000 Litern Wolkenwassers, um das Defizit wegzuschwemmen. So etwas gab es zuletzt 2007. Meteorologe Reimann hofft unverdrossen auf den nächsten vergossenen Sommer. Himmel, hilf!