Lederer sieht Linke am Abgrund
Noch vor dem gestrigen Wahltag in Schleswig-Holstein haben unsere Kollegen Julius Betschka und Robert Kiesel mit dem Berliner Kultursenator und Bürgermeister Klaus Lederer gesprochen – um Zustand seiner Partei sagte der Linken-Politiker u.a.:
+ „Insbesondere in Bundespartei und Bundestagsfraktion ist in den vergangenen Jahren der Eindruck entstanden, dass man sich selbst genügt. Es ging eher um Prinzipien Einzelner als um die Sorgen der Menschen. Das rächt sich jetzt.“
+ „Gleichzeitig fehlt es uns erheblich an Glaubwürdigkeit, etwa nach der Entscheidung gegen den Einsatz der Bundeswehr zur Rettung afghanischer Ortskräfte oder der zum Teil „offenen Komplizenschaft“ mit Putin bei einigen in meiner Partei, die das Problem ausschließlich im Westen verorten.“
„Wir müssen jetzt Erhebliches leisten, um die Kurve zu kriegen. Dafür gebe ich uns zwei Jahre Zeit. Maximal.“