Stimmen zur Volksbühnen-Premiere von Chris Dercon

Die Verrisse der Volksbühnen-Premiere von Chris Dercon (mit „Live-Situationen“ von Timo Sega und drei Beckett-Einaktern) sind deutlich unterhaltsamer als die Premiere selbst: „Was hier passierte, war eine Veralberung des Publikums, eine Beleidigung den Darstellern gegenüber“ (Simon Strauss, FAZ); „Wo bleibt die Sinnenfreude? Wo die Leidenschaft, die Lust? Eine unfrohe Eröffnung, eine Geisterbeschwörung, eine Fehlzündung“ (Christine Dössel, SZ); „Was genau soll das? Sollen wir jetzt irgendwas machen, etwa mitmachen? Mitsingen? Mitlaufen?“ (Dirk Peitz, Zeit Online); „Es ist alles nicht dumm, aber leider noch langweiliger als ein Museumsbesuch“ (Jan Küveler, Welt); „Das alles wird in einer Ernsthaftigkeit zelebriert, die etwas verdammt Lebloses hat“ (Anke Dürr, Spiegel); „Es ist ein mittelgroßer Bluff, man ist unangenehm berührt - es wirkt wie eine Sektenveranstaltung“ (Rüdiger Schaper, Tagesspiegel). Das muss man offenbar gesehen haben.