Fertigstellung der Schuldatenbank wieder verschoben
Das Wort „LUSD“ könnte ein Ergebnis des Berliner Grundschulexperiments „Schreiben nach Gehör“ sein – dann würde jetzt aber hier am Rand in der Handschrift einer Lehrerin stehen: „Ganz toll hast Du das gemacht!“ Da steht aber nichts).
Also, „LUSD“ ist die Abkürzung für die „Lehrkräfte-Unterrichts-Schul-Datenbank“, doch Lust darauf hat kaum noch jemand. Seit 2008 murkst der Senat inzwischen daran herum, die Termine werden öfter verschoben als die Fertigstellung des BER. Und jetzt stellt sich heraus: Es wird wieder nichts in diesem Jahr – noch immer sind 140 Schulen nicht angeschlossen. Neuer Termin: 2023. Kleiner Exkurs „Mathe mit dem Checkpoint“: Wer 2008 als Erstklässler in die Schule kam, kann zweimal sitzenbleiben und hat doch schneller das Abitur als das Land Berlin „LUSD“. Meine Kollegin Susanne Vieth-Entus hat von der neuen Verschiebung natürlich mal wieder als erste gewusst – und hier steht, wie es jetzt weitergeht.
Bei der Gelegenheit stellte sich gleich noch heraus, wie viele Stellen im Referat „Digitalisierung“ der Bildungsverwaltung zurzeit unbesetzt sind: 10 (in Worten: zehn). Das Referat wurde übrigens unter dem Druck von Corona 2021 gebildet (also kurz nach der Erfindung des Internets). Davor stand für die damalige Senatorin Sandra Scheres etwas weitaus Wichtigeres an: Bereits 2018 gründete sie ein Extra-Referat für ihre PR – mit 20 stellen.