Ultrasozialer Pop
Sonntagmittag – Statt in eine andere Zeit, dient die Ausstellung Ultrasocial Pop als Tor in das Pop-Universum des Künstlers Filip Markiewicz. Eine parallele Welt ist es aber eigentlich gar nicht, der Künstler bezeichnet sein Arbeiten als Instant Comedy – gefundene Wirklichkeit, zu der man sich eigentlich nichts hinzudenken muss. Schlüsselerlebnis für die Schau, sagt er, sei der Sturm auf den Reichstag im August 2020 gewesen, an dem Hippie-Ästhetik, Yoga-Gruppen, Reichsbürger- und Nazisymbole Seite an Seite miteinander marschierten: Jedes Sinns entleerte, ausgehöhlte Symbolik, beliebig rekombinierbar. Warum das Pop ist, erzählt er um 15 Uhr im Künstlergespräch im Haus am Lützowplatz (dort Hausnummer 9).