Abstandsfragen

Möglicherweise setzt man aber auch schon darauf, dass die drei Monate Abstand bei Astrazeneca dann gar nicht mehr angesagt sind. Denn um uns flexibel im Kopf zu halten, möchte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mal wieder etwas am Astra-Verfahren ändern. Weil der Impfstoff weniger gut angenommen wird (komisch, bei all den Werbemaßnahmen), hat die Bundesregierung ihn gestern von der Priorisierung befreit (gilt in Berlin schon seit zwei Wochen) und überlegt, den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung wieder zu verkürzen.
 
Dabei zeigt gerade das Berliner Beispiel, dass die Jüngeren, die bei den anderen Impfstoffen noch keine Chance haben, das Angebot dankbar annehmen. Galt vor ein paar Monaten noch, möglichst schnell in möglichst viele Menschen die erste Dosis reinzuspritzen, geht es jetzt vermutlich wieder um die Rettung der Sommerferien. Und der Umfragewerte (aktueller Deutschlandtrend: CDU/CSU minus vier Punkte auf 23 Prozent im Vergleich zum April; Grüne plus vier auf 26 Prozent).