Samstagabend

Samstagabend – Hsieh komprimiert knapp 8.766 einzelne Bilder auf sechs Minuten – der ungarische Regisseur Béla Tarr bringt in seinem 1994er Epos Sátántangó gerade einmal 150 Einstellungen auf satte sieben Stunden. Ein gewöhnlicher Spielfilm von knapp 90 Minuten bringt es auf 500, ein Blockbuster schon mal auf rund 2.000 Schnitte. Die teils über zehnminütigen Einstellungen zeigen ruinöse Landschaften, verfallende Gebäude und sich absurd verhaltende Menschen mit einer, Dank der Ruhe des Kamerablickes, einzigartigen Intensität. Für die Vertonung war 1994 Hauptdarsteller Mihály Víg verantwortlich. Mit fünf Komponist:innen bietet er von 20 Uhr bis 3.30 Uhr in der Betonhalle des Silent Green Kulturquartiers eine Neuvertonung live dar, natürlich zum laufenden Film. Tickets kosten knapp 30 Euro.