Vorbilder London und Frankfurt am Main: Sollte bald auch in Berlin Ramadan-Beleuchtung hängen?
Zu Weihnachten sind viele Fenster und Straßen festlich geschmückt. Und jedes Jahr steht ein Chanukka-Leuchter vor dem Brandenburger Tor. Doch die Ramadan-Beleuchtung fehlt bisher. Von Christian Latz.
In London, Frankfurt oder Köln strahlt Passanten dieser Tage ein „Happy Ramadan“ in Einkaufsstraßen entgegen. Anlässlich des islamischen Fastenmonats wurde in den Städten eine Ramadan-Beleuchtung aufgehängt. Ein Vorbild für Berlin? Ganz sicher, wenn es nach SPD-Integrationspolitiker Orkan Özdemir geht: „Als multikulturelle Stadt sollten wir die großen Feste der Berlinerinnen und Berliner gemeinsam feiern und genauso wie zu Weihnachten und Chanukka auch zum Ramadan eine Beleuchtung installieren. Das wäre eine tolle Geste, die unsere Gesellschaft verbindet“, sagte er dem Checkpoint. „Wir sollten als Abgeordnetenhaus bereit sein, für die Beleuchtung zu diesen drei Festen Geld in die Hand zu nehmen.“
Auch der Handelsverband Berlin-Brandenburg steht der Idee offen gegenüber. „Da, wo es hinpasst und die Menschen anspricht, kann ich mir das gut vorstellen“, erklärte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. Eine Bedingung hat er allerdings: „Keine öffentlichen Mittel! Das muss privat finanziert werden, wie wir es grundsätzlich für alle Formen der Festbeleuchtung empfehlen.“
Verhaltener äußert sich die Senatswirtschaftsverwaltung, die die Beleuchtung am Ku‘damm vergangenes Jahr immerhin mit 100.000 Euro bezuschusst hat. Konkret will man sich zu der Idee nicht äußern. Es sei diesbezüglich aber auch noch nie jemand an das Haus von Senatorin Franziska Giffey (SPD) herangetreten, sagte eine Sprecherin. Und was halten Sie von der Idee?