Poller auf der Roten Insel: Senior:innenvertretung fordert Rückbau

Was ist grau, hart, im Dämmerlicht kaum zu erkennen und beim Zusammenprall schmerzhaft? Richtig: Poller. Dutzendfach stehen sie seit Jahrzehnten auf den Gehwegen der Roten Insel in Schöneberg. Wolfgang Pohl von der Senior:innenvertretung Tempelhof-Schöneberg hat die „behindernden Gehwegpoller“ und „Hinterlandpoller“in einem 36 Seiten umfassenden PDF dokumentiert. Sie wurden einst aufgestellt, um an Einfahrten Autos vom Parken abzuhalten.

Heute seien die Stahlstummel vor allem für Menschen mit Behinderung „ein überraschendes und zum Teil schmerzhaftes Hindernis“. Pohl fordert daher den Rückbau. „Man hat sich an die Poller gewöhnt“, sagte er dem Checkpoint. „Aber sie gehören da nicht hin.“ Das zuständige Bezirksamt räumt auf Anfrage ein, dass die Poller „nicht den heute geltenden Anforderungen an die Barrierefreiheit entsprechen“. Doch die Ressourcen seien „personell und finanziell begrenzt“ – und jeder Rückbau bedürfe einer Einzelfallprüfung. Prognose: Die stehen da noch eine Weile.