wir starten mit einer ausgezeichneten Pädagogin aus dem Wedding: Fatma Kan ist Deutsch- und Englischlehrerin an der Quinoa-Schule, einer freien und spendenbasierten Schule für Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien. „Frau Kan ist für uns nicht einfach nur eine Lehrerin, sondern auch ein echtes Vorbild“, schreiben ihre Schülerinnen und Schüler. „Sie ermutigt uns, an uns selbst zu glauben und das Beste aus uns herauszuholen.“ Gestern wurde sie mit dem Deutschen Lehrkräftepreis ausgezeichnet.
Ihr Geheimnis? „Ich meckere, ich schimpfe, ich habe hohe Erwartungen – aber auch ein großes Herz“, sagte sie dem Checkpoint. „Unsere Schüler sind alles Charaktere, alles Einzelschicksale. Wir sehen und schätzen jeden einzelnen von ihnen und ermöglichen in Tutorien einen Eins-zu-eins-Austausch.“ Diese Beziehungsarbeit sei die Basis für den Lernerfolg. Frau Kan trägt als einzige Preisträgerin ein Kopftuch. „Diversität gehört zu dieser Stadt absolut dazu. Diese Vielfalt bringe ich ins Klassenzimmer. Mir macht es Spaß, den Jugendlichen zu zeigen: Aus mir kann etwas werden, auch wenn ich zu Hause kein Deutsch spreche.“

Steinchen für Steinchen wird die Stadt entknirscht: Der Splitt verschwindet, die Kehrwochen der BSR laufen. Aber nicht besonders schnell: Da die Entsorgung „im Rahmen der regulären Straßenreinigung“ erfolgt, wird der Einsatz „voraussichtlich bis Mitte April“ dauern. Schneller geht’s nur, wenn alle anpacken: Anwohnerinnen und Anwohner sollen „Splitthäufchen“ auf Gehwegen bilden, die dann von der Straßenreinigung mitgenommen werden.
Ob das nun funktioniert oder nicht: Richtig splittze – Verzeihung – spitze war jedenfalls die Leistung der BSR-Mitarbeiter im Januar und Anfang Februar. Rund 347.000 Personaleinsatzstunden fielen bisher an – mehr als doppelt so viele wie in der Saison 2024/25. „Viele Beschäftigte waren bis zu 14 Tage im Dauereinsatz, hatten einen Tag frei, um dann wieder zwei Wochen im Dauereinsatz zu sein“, schreibt Straßenreinigungs-Chef Axel Koller. Bleibt zu hoffen, dass kein Neu-Splitt nötig sein wird. Checkpoint-Prognose: Gemessen an den elf Berliner Jahreszeiten stecken wir aktuell im „Frühling der Narren“.
Themenwechsel: Am Montag stellte Cansel Kiziltepe (SPD), Senatorin für Antidiskriminierung, den Berlin-Monitor vor. Das Vertrauen in die Demokratie ist laut der Studie stabil – allerdings auf dem niedrigsten Wert seit 2019. Das war noch die erhebendste Erkenntnis. Vor den nächsten Zeilen bitte tief durchatmen.
+ 17,6 Prozent der Befragten stimmen der Aussage voll zu, man solle einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert. Weitere 9,7 Prozent bejahen dies teilweise.
+ 12,4 Prozent stimmten voll zu, Jüdinnen und Juden arbeiteten stärker als andere mit „Tricks“, um ihre Ziele zu erreichen. Weitere 11,2 Prozent halten diese Aussage teilweise für zutreffend.
+ 15,1 Prozent bekennen sich offen zu ausländerfeindlichen Positionen. 30,7 Prozent sehen Deutschland „in einem gefährlichen Maß überfremdet“.
+ 30 Prozent halten Sinti:zze und Romn:ja für „nicht so zivilisiert“, 45 Prozent erwarten durch ihre Anwesenheit Konflikte.
Und jetzt? Noch vor der Sommerpause soll das bundesweit erste Landesgesetz zur Förderung der Demokratie beschlossen werden. Auch, um Präventionsprojekte vor Sparmaßnahmen zu schützen. Bitter nötig.
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Gerade heute schmerzen diese Zahlen besonders. Vier Jahre nach dem russischen Angriff auf die Ukraine leuchtet das Brandenburger Tor in Blau und Gelb. Organisiert wird die Solidaritätskundgebung vom ukrainisch-deutschen Verein Vitsche. Neben dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) werden auch ukrainische Soldaten von der Front sprechen, sagte Vorstandsmitglied Vladyslava Vorobiova auf Checkpoint-Anfrage.
Die Spendenbereitschaft sei weiter hoch: Gerade seien binnen drei Wochen 40.000 Euro zusammengekommen. Damit würden 300 Wärmeboxen für ältere Menschen in Kiew finanziert. „Da sind Decken drin, batteriebetriebene Lampen und Essen, das man nicht kochen muss. Durch Angriffe fallen in Kiew immer wieder Strom und Heizung aus.“ Mehr Unterstützung wünsche sie sich etwa bei der Organisation von Veranstaltungen, sagte Vorobiova. „Die Ukraine kämpft gerade für ganz Europa, für den Frieden. Das muss jeder verstehen. Unsere Botschaft am heutigen Tag lautet: Mitgefühl ist der erste Schritt. Danach kommen Handeln und Taten.“
In der Wohnungsmarkt-Lotterie will das Land einigen seiner Azubis einen Vorteil verschaffen: Bis zum Start des neuen Ausbildungsjahres im September sollen über das landeseigene Wohnungsunternehmen Berlinovo 145 vollmöblierte Apartments für werdende Landesbeschäftigte entstehen, mindestens 100 davon in einem Neubau in der Iranischen Straße in Mitte. Das rund 15 Quadratmeter große Standardapartment wird regulär 540 Euro warm kosten. Da dies ein durchschnittliches Azubi-Gehalt fast zur Hälfte verschlingen würde, gibt’s vom Land einen Zuschuss, der die Miete auf 360 Euro verringert.
Es gehe darum, „weiterhin die besten Köpfe für Berlin zu gewinnen“, sagte Finanzsenator Stefan Evers (CDU) am Montag beim Vor-Ort-Besuch. Da der Wohnungsmarkt dies zunehmend erschwere, steuere das Land dagegen. Der Haken: Nicht alle kommen in den Lostopf. Das Angebot richtet sich zunächst nur an Mangelberufe. Laut Verwaltung betrifft das die dualen Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Bauingenieurwesen sowie die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten, zur Arbeitsschutzoberinspektorin und zum medizinischen Fachangestellten.
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Berlins ikonisches Premierenkino erstrahlt nach Generalsanierung in neuem Glanz. Nach umfangreicher Sanierung verbindet das Denkmal nationaler Bedeutung nun historische Eleganz mit modernster Laserprojektion. Den Kinobesuch rundet die Panorama-Bar ab, mit atemberaubendem Ausblick. Jetzt Programm entdecken und keine Highlights verpassen!
Was ist grau, hart, im Dämmerlicht kaum zu erkennen und beim Zusammenprall schmerzhaft? Richtig: Poller. Dutzendfach stehen sie seit Jahrzehnten auf den Gehwegen der Roten Insel in Schöneberg. Wolfgang Pohl von der Senior:innenvertretung Tempelhof-Schöneberg hat die „behindernden Gehwegpoller“ und „Hinterlandpoller“in einem 36 Seiten umfassenden PDF dokumentiert. Sie wurden einst aufgestellt, um an Einfahrten Autos vom Parken abzuhalten.
Heute seien die Stahlstummel vor allem für Menschen mit Behinderung „ein überraschendes und zum Teil schmerzhaftes Hindernis“. Pohl fordert daher den Rückbau. „Man hat sich an die Poller gewöhnt“, sagte er dem Checkpoint. „Aber sie gehören da nicht hin.“ Das zuständige Bezirksamt räumt auf Anfrage ein, dass die Poller „nicht den heute geltenden Anforderungen an die Barrierefreiheit entsprechen“. Doch die Ressourcen seien „personell und finanziell begrenzt“ – und jeder Rückbau bedürfe einer Einzelfallprüfung. Prognose: Die stehen da noch eine Weile.
Und noch drei Lese-Tipps aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ Unvergleichlich: Mit Humor und Partys schafft das russischsprachige Stadtmagazin „Genau“ einen Treffpunkt für die Exil-Community. Ob man gegen Spaltung und Misstrauen antanzen kann? Arkadii Mazur war dort.
+ Unerkannt: Die mutmaßliche russische Spionin Ilona W. kam den Mächtigen in der Hauptstadt ganz nah. Wie tief das Netzwerk reichte und welche Rolle ein CDU-Außenpolitiker bei ihrer Enttarnung spielte, erklärt Alexander Fröhlich.
+ Unvergessen: Heute ist der 20. Todestag von Heinz Ohff. Der langjährige Tagesspiegel-Feuilletonchef gilt als wichtigster Chronist des Kunstlebens in der Mauerstadt. Nicola Kuhn erinnert an ihn.
Berliner Schnuppen
Telegramm
„Überlasst die Welt nicht den Wahnsinnigen“: Der Titel eines Buches von Rita Süssmuth ist ein Aufruf an alle, die nach ihr kommen. Zu Ehren der verstorbenen Bundestagspräsidentin a.D. gibt es heute eine Gedenkmesse in der Sankt Hedwigs-Kathedrale und einen Staatsakt im Bundestag.
Die Bundespolizei sucht nach einem brutalen Übergriff am Bahnhof Hermannstraße Zeugen: Ein 26-Jähriger ist am Sonntagabend eine Treppe hinuntergestürzt, nachdem ihn ein Jugendlicher in den Rücken getreten haben soll. Andere sollen währenddessen gefilmt haben. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.
Im Tarifstreit mit der Gewerkschaft Verdi rechnet man BVG-intern mit einem neuen Warnstreik Ende der Woche. Verdi will sich im Laufe des Tages dazu äußern.
Apropos Geduld: „Bis alle Nachzahlungen berechnet und ausgezahlt sind, wird es Jahre dauern“, sagt Finanzsenator Stefan Evers (CDU) zu den Folgen der fehlerhaften Beamtenbesoldung. Warum es wohl keine freiwilligen Nachzahlungen geben wird, lesen Sie mit einem T-Plus-Abo hier.
Eine Million Euro zahlen die Behörden bekanntlich Hinweisgebern, die entscheidende Infos für die Aufklärung des Anschlags auf die Stromversorgung liefern. Falls Sie noch zögern: Heute endet die Frist. Das Bundeskriminalamt äußerte sich bisher nicht zu eingegangenen Hinweise.
Falls Sie spontan untertauchen möchten: Das Stadtbad Mitte „James Simon“ ist ab sofort montags, mittwochs und freitags auch nachmittags und abends fürs öffentliche Schwimmen geöffnet.
Doch kein neues Phallus-Symbol am Dreieck Funkturm? Die Betreiber des „Artemis“ wollen an der Stelle des Bordells wie berichtet einen mehr als 200 Meter hohen Wolkenkratzer bauen. Das Baukollegium um Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt war am Abend erwartbar skeptisch, berichtet Charlottenburg-Wilmersdorf-Experte Cay Dobberke.
Personalie: Der ehemalige Generaldirektor der Zentral- und Landesbibliothek, Volker Heller, übernimmt kommissarisch den Vorstand der landeseigenen Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung. Heller folgt damit auf Florian Stiehler.
Obacht, der nächste Satz kann akuten Juckreiz auslösen: Die Hauptstadt ist und bleibt bundesweiter Bettwanzen-Hotspot. Das zeigt ein Report des Unternehmens „Schädlingshero“. Gleichzeitig gibt’s hier besonders wenig Wespen. Vielleicht mögen die keine Bettwanzen.
Dass Kreuzberger Nächte lang bleiben, darum kümmert sich das SO36. Dass das SO36 in Kreuzberg bleibt, darum kümmern sich die Berlinerinnen und Berliner: Nach der Insolvenz der Konzertkasse Koka36 fehlten dem Club rund 40.000 Euro für eine Klimaanlage. Nach einer Spendenaktion kamen binnen weniger Tage 50.000 Euro zusammen. Cooler wird’s nicht.
Oder vielleicht doch? In der Halloween-Nacht wurde das „Büchernest Britz“ zerstört. Engagierte Nachbarn möchten die Tausch-Box wieder aufbauen. Eine Telefonzelle gibt’s schon, die muss nun aufgemöbelt, angestrichen und beleuchtet werden. Dafür sammeln sie hier unter diesem Link Spenden.
Das kann kein Zufall sein: Am Donnerstag wird der „Deutsche Musikautor*innenpreis“ verliehen. Der Preis für das erfolgreichste Werk 2025 geht an das Autorenteam rund um den Berliner Rapper Zartmann für den Song „Tau mich auf“. Wir empfehlen als Nachfolger „Feg mich weg“ (siehe Splitthäufchen).
Zitat
„Uns ist nicht geholfen, wenn wir ständig angerufen und gefragt werden: Wann seid ihr bei mir?“
Der Leiter der BSR-Straßenreinigung, Axel Koller, freut sich über Unterstützung bei der Streusplitt-Sammlung und bittet, von ungeduldigen Anfragen abzusehen: „Wir können mit 2400 Mitarbeitern nicht überall zeitgleich sein.“
Stadtleben
Verlosung – Im Kino läuft aktuell die Verfilmung von „Die „Ältern“, aber Jan Weiler hat aus seinem Familienleben ja noch viel mehr Text gepresst. „Das Beste! Mein Leben zwischen Pubertieren“ fasst quasi die komplette Phase zwischen erstem Pickel und Auszug der Kinder zusammen. Er liest heute Abend im Pfefferberg aus dem Band und wir verlosen 2x2 Karten für Kurzentschlossene! Bewerbung hier, 20 Uhr, regulär 29 Euro, Schönhauser Allee 176, U Senefelderplatz
Essen & Trinken – Die Öffnungszeiten sind im gehypten Bagelshop „Halo“ im Grunde nebensächlich. Maßgeblich ist allein, dass es noch welche gibt von den Kringeln, die sie in der gläsernen Bäckerei herstellen. Ab und zu sind die schon vor 13 Uhr ausverkauft. Wer es vorher schafft, hat die Wahl zwischen belegt – etwa mit Räucherlachs oder Rösti. Oder plain, also ohne alles, und dazu die hausgemachte Frischkäse-Creme zum Dippen. Tgl. 9-16 Uhr, Auguststr. 29c, S Oranienburger Straße
Noch hingehen – Sie begleitete Marilyn Monroe über zehn Jahre mit der Kamera und schuf die wohl persönlichsten Bilder der Filmikone. Auf der anderen Seite realisierte Eve Arnold (1912-2012) ihre erste Reportage in den 1950er-Jahren über Schwarze Fashion-Shows in Harlem. Die Schau „Capturing Compassion“ gibt einen tiefen Einblick in das Werk der Magnum-Fotografin (noch bis 1.3.). f³ – freiraum für fotografie, Di-So 13-19 Uhr, 7/5 Euro, Prinzessinnenstr. 30, U Moritzplatz
Last-Minute-Karten – Ja, das Konzept kennt man inzwischen, aber das macht ja nüscht: Seit 15 Jahren reist die Company „Ballet Revolución“ mit einem Mix aus Spitzentanz und Streetdance durch die Lande. Ab heute (19.30 Uhr) gastieren die kubanischen Tänzer:innen im Admiralspalast (bis 1.3.), im Gepäck eine siebenköpfige Liveband und Hits von Lady Gaga bis Dua Lipa. Ab 39 Euro, Friedrichstr. 101, S/U Friedrichstraße
Kiekste
Die Berlinale ist zwar vorbei – aber Berlin bleibt im Filmfieber. Wind und Wetter zum Trotz startete im Bethanienpark schon die Freiluftkino-Saison. Entdeckt und geknipst von Checkpoint-Leser Martin Schenk-von Waldow. Vielen Dank! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Landsberger Allee (Friedrichshain): Im Kreuzungsbereich steht bis Juni stadtauswärts nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Mitte: Von 7 bis 14 Uhr ist der Bereich rund um Bebelplatz und St. Hedwigs-Kathedrale gesperrt.
Nordufer (Wedding): Die Straße ist in beiden Richtungen bis Freitagabend zwischen Buchstraße und Föhrer Straße gesperrt.
Demonstration – Für heute sind elf Demos angemeldet (Stand 23.2., 17 Uhr), u.a. „Unterstützung für die Novalisstraße 13. Gegen Verdrängung von alteingesessenen Geschäften und Anwohnern“: 50 Demonstrierende, Novalisstr. 13 (15-17 Uhr)
„Für Europas Zukunft stehen wir mit der Ukraine 4 Jahre nach Beginn von Russlands vollumfänglicher Invasion der Ukraine“: 3.000 Menschen, Lustgarten, Unter den Linden, Pariser Platz (18-20.30 Uhr)
„Klare Kante gegen Transfeindlichkeit“: 50 Teilnehmende, Rosa-Luxemburg-Str./Weydingstr. (19.10-21 Uhr)
Gericht – Rund sieben Jahre nach einem mutmaßlichen Auftragsmord am Berliner Alexanderplatz kommt es zum Prozess gegen drei Männer. Ein 44-Jähriger soll wegen Geldschulden einen 58-Jährigen, der laut Anklage als sein Vertrauter und „Mann fürs Grobe“ gilt, beauftragt haben, einen Mann töten zu lassen. Der 58-Jährige habe seine Kontakte zur organisierten Kriminalität in Moldau genutzt und einen ebenfalls 58-Jährigen angeheuert. Dieser Mann soll am 18. März 2019 einen 26-Jährigen mit zwei Messerstichen getötet haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A501).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebe Lis Appenzeller, herzlichen Glückwunsch von Team Checkpoint“ / „Liebste Geburtstagsflüchterin Beate: Auch in Österreich erreichen dich gnadenlos unsere allerfeinsten Glückwünsche. Mach’s dir schön, und achte auf Lawinen. R+W+E“ / Jennifer Cramer (33), Abwehrspielerin bei Hertha BSC / „Laura hat Geburtstag und diesmal wirklich! Feier schön, Du tolles Mädchen! Alles Liebe senden Dir Chrissi und Fabi“ / Norwin Panocha (21), Eishockeyprofi bei den Eisbären Berlin / Christopher Trimmel (39), Abwehrspieler beim 1. FC Union / „Nora Weise – Stefan wünscht allet Jute und winkt mit der Linken“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Volker Markworth, * 26. November 1937, verstorben am 18. Februar 2026 / Elisabeth Menzel, * 21. Oktober 1955, verstorben am 11. Februar 2026
Stolperstein – Richard Adam (*1876) war als Architekt und Bauunternehmer tätig. Nach der Machtübernahme der Nazis und der damit einhergehenden Verdrängung jüdischer Unternehmen musste er seine Firma aufgeben. Er war verlobt mit Erna Wilde, die er wegen ihrer nichtjüdischen Herkunft nicht heiraten durfte. 1951 wurde die Ehe nachträglich anerkannt. Richard Adam wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo er am 24. Februar 1944 starb. An ihn erinnert ein Stolperstein in der Stierstr. 21 in Friedenau.
Encore
Falls Sie auf dem IKEA-Parkplatz in Lichtenberg einen Mann sehen, der an einem Abschleppseil sein Auto über den Asphalt zieht, nicht wundern: Das ist Felix Zappe beim Training. „Im Fitnessstudio wurde es mir irgendwann zu langweilig“, sagte er auf Checkpoint-Anfrage, also wurde er „Strongman“. Eine Teildisziplin dieses Kraftsports ist das Ziehen von Lkw, Bussen oder Zügen.
Am Sonnabend startet der 35-jährige Zappe einen Rekordversuch: Auf dem ADAC-Fahrsicherheitszentrum im brandenburgischen Linthe will er einen acht Tonnen schweren Lkw mindestens 750 Meter weit bewegen – nur mit Muskelkraft. Empfiehlt sich Zappe so vielleicht als Abschleppdienst für den Nahverkehr? „Sollte die BVG klingeln, gehe ich ran.Ich helfe gern aus, wenn mal eine Tram nicht fährt.“ Merken wir uns.
Bärenstark waren Texte und Recherchen von Anne Roggensack und Daniel Böldt. Das Stadtleben wurde von Antje Scherer an Land gezogen, die Produktion stemmte Jasmine Dellé. Morgen kümmern sich Robert Ide und Daniel Böldt um Berlins Schwergewichte. Bis bald

