Berliner Kindernotdienst in Not: Drastisch gestiegene Überlastungsanzeigen in den vergangenen Monaten

Fünf Gefahrenmeldungen beziehungsweise Überlastungsanzeigen meldet der Kindernotdienst. In den vergangenen drei Monaten! In den zwölf davor gab es „nur“ eine. Von Nina Breher, Margarethe Gallersdörfer, Daniel Böldt

Berliner Kindernotdienst in Not: Drastisch gestiegene Überlastungsanzeigen in den vergangenen Monaten
Wenn der Kindernotdienst selbst in Not gerät, läuft etwas falsch. Foto: Imago/Emmanuele Contini

Kindernotdienst in Not: In den vergangen drei Monaten gab es insgesamt fünf Gefahrenmeldungen beziehungsweise Überlastungsanzeigen beim Berliner Kindernotdienst. Ein deutlicher Anstieg: In den zwölf Monaten zuvor hatte es eine gegeben. Das geht aus einer Antwort der Jugendverwaltung auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin Marianne Burkert-Eulitz hervor. Nicht alle Meldungen müssen mit Gewaltvorfällen zusammenhängen, dennoch zeigt die Zahl: Der Berliner Kindernotdienst arbeitet an der Überlastungsgrenze. Zusätzliches Geld gibt es jedoch frühestens 2024. Anfang März hatte ein RBB-Bericht über Gewaltvorfälle zwischen Kindern im Kindernotdienst Entsetzen ausgelöst. Damals folgte, wie in solchen Fällen üblich, eine Gefahrenmeldung der Mitarbeiter an die Hausleitung.