Polizeischüler müssen grundlegende Umgangsformen erst erlernen

„Police Academy“ hieß mal eine US-Kinoklamotte aus den Achtzigern, die es trotz unterirdischer Witze auf immerhin sechs Fortsetzungen geschafft hat. Derzeit ist offenbar ein Remake in Arbeit, allerdings nicht als Komödie, sondern als Stück aus dem Tollhaus. In den Hauptrollen: echte Berliner Polizeischüler und ein Ausbilder. Letzterer beklagte sich via WhatsApp bei einem Kollegen über die Azubis der Police Academy Spandau: „Der Klassenraum sah aus wie Sau, die Hälfte Araber und Türken, frech wie Sau. Dumm. Konnten sich nicht artikulieren.“ Und zieht ein noch drastischeres Fazit: „Das sind keine Kollegen, das ist der Feind. Das ist der Feind in unseren Reihen.“ Der Kollege leitet die Nachricht weiter, bis sie bei der „Welt“ und endlich im Polizeipräsidium landet.

Letzteres kündigt erst mal eine Untersuchung an und spricht fast ein wenig entschuldigend von 16- bis 18-Jährigen, die gerade die Ausbildung zum mittleren Dienst begonnen hätten. Und überhaupt: Seit Jahren werde das Benehmen der Schulabgänger immer schlechter, und zwar unabhängig von der Herkunft. In vielen Fällen müssten grundlegende Umgangsformen erst erlernt werden. CP-Vorschlag: Erst mal Etikette statt Polizeikette üben.