SPD bekommt 55.656 Euro weniger als bisher vom Staat

Seit Montag steht die Sitzverteilung im Parlament fest – und damit auch, wie viel Geld die Parteien aus dem Haushalt erhalten. Fast alle müssen mit Einbußen rechnen. Von Daniel Böldt und Lotte Buschenhagen

SPD bekommt 55.656 Euro weniger als bisher vom Staat
Vor allem die geringe Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2021 wirkt sich ungünstig auf die Parteifinanzen aus. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Noch ist nicht klar, wer mit wem die neue Regierung in Berlin bilden muss… sorry… will. Dafür gibt es seit Montag immerhin ein amtliches Endergebnis. Das bestimmt nicht nur die Sitzverteilung im Parlament, sondern auch, wie viel Geld die Parteien vom Staat bekommen. 50 Cent gibt es pro Zweitstimme bei Landtagswahlen jedes Jahr – und ein kurzer Blick auf den Checkpoint-Rechenschieber verrät: Alle Parteien, mit Ausnahme der CDU, erhalten in Zukunft weniger Geld.

Am härtesten trifft es die aktuell noch regierenden Parteien. Die SPD kriegt 55.656 Euro weniger als bisher vom Staat, die Linken 35.472 und die Grünen 32.453,50. Auch die gerupfte FDP muss den Gang in die außerparlamentarische Opposition mit 29.892,50 Euro pro Jahr weniger im Säckle antreten. Dass vor allem die geringe Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2021 den Parteien zu schaffen macht, zeigt das Beispiel AfD. Trotz leicht besserem Ergebnis hat die Partei absolut weniger Stimmen erhalten und muss daher mit 3.920,50 Euro im Jahr weniger planen. Der Wahlbeteiligung getrotzt hat als einzige Partei die CDU. Ihr Wahlsieg bedeutet ein jährliches Plus von 55.656 Euro auf dem Parteikonto.