Keine Mieter für das Palais am Festungsgraben gefunden
Es war als Prestigeprojekt gedacht: Jetzt hat das Land die Suche nach einem Mieter fürs Palais am Festungsgraben in Mitte eingestellt – nach fünfeinhalb Jahren. Von Lorenz Maroldt
Das Palais am Festungsgraben ist ein Checkpoint-Klassiker: Die Suche nach einem Mieter für das Prestigeobjekt geriet zum Slapstick. Jetzt beendet die landeseigene Immobiliengesellschaft BIM das Verfahren – nach fünfeinhalb Jahren. Nur beim Preis für die Sanierung, die im kommenden Jahr beginnt, geht’s voran: Die soll statt 20 Millionen Euro jetzt 60 Millionen Euro kosten (Q: Morgenpost).
Kleine Palais-Zugabe? Ok, spielen wir in den leeren Sälen noch eine Runde Behörden-Pingpong. Aufschlag BIM: Die Immobiliengesellschaft hätte gerne einen Rollstuhlaufzug an den Haupteingangsstufen. Return Denkmalschützer: Geht nicht, das stört die Vorderansicht. Rückhand Planer: Dann kommt die Hebebühne eben an den Seiteneingang. Volley Bezirk: Da genehmigen wir aber keine Behindertenparkplätze. Jetzt liegt der Ball unter der Platte und keiner kommt mehr ran. Wiedervorlage: in fünfeinhalb Jahren.