Samstagabend
Samstagabend – Zu wissen, was man will, gilt im Allgemeinen als Tugend. Zu sagen, was man meint, erst recht. Wieso eigentlich? Ist es nicht irreführend, in einer Welt voller Vieldeutigkeit, Orientierung und festen Stand vorzugaukeln? Ist es nicht gar ein Symptom von Weltfremdheit, wenn man meint, sich auszukennen? Das machen sich auch Ann Cotten, Hibino Saki, Wolf Farkas, Ok-Hee Jeong und Zoran Terzic bewusst, wenn sie darüber sprechen, was man als Poet:in eigentlich sagen, schreiben und tun kann, wenn man zwischen der Vereinzelung als Online-Nomadin ohne politische Potenz, aber um so größeres Ego, einerseits und andererseits den kollektiven Klima- und Weltrettungs-Projekten unserer Zeit verzweifelt, verdreifelt, verviertelt und so weiter.