Klinsmanns wirre Video-Botschaft

Jürgen Klinsmann ist als Hertha-Trainer abrupt zurück getreten. Um sich zu erklären, hat er ein Video veröffentlicht – Das vor Planlosigkeit nur so strotzt. Von Lorenz Maroldt

Klinsmanns wirre Video-Botschaft
Foto: Facebook-Screenshot

statt mit Rücktritten beginnen wir heute zur Abwechslung mal mit Nachtritten: In einer wirren Facebook-Videobotschaft gibt Jürgen Klinsmann als Fluchtursache aus der Welthauptstadt des Fußballs die Herrschaft von Hertha-Diktator Michael Preetz an. Er halte sich aber noch „in der Nähe von Berlin“ auf, für alle Fälle, vielleicht will er ja jetzt Regierender Bürgermeister werden. Zutrauen würde er sich das, sein Sohn könnte dann ja statt protegierter Hertha-Torwart Senatssprecher werden. Sicher hat Klinsmann auch schon über seinen Rücktritt aus dem Roten Rathaus nachgedacht, es ist ihm bisher nur niemand eingefallen, der daran schuld ist, sonst hätte er den Job sicher längst übernommen.

Ob Klinsmann Hertha-Aufsichtsratsmitglied bleibt, wird sich heute klären: Für den Vormittag haben Preetz,Präsident Gegenbauer und Geldgeber Windhorst eine gemeinsame Pressekonferenz angekündigt. Vielleicht übernimmt der Investor auch den Trainerjob, qualifiziert genug scheint er zu sein, die „SZ“ schreibt jedenfalls: „Windhorst hat so viel Ahnung vom Fußball wie die Berliner Karmelitinnen von den Motto-Abenden im verruchten Kit-Kat-Club.“ Und wer die Berliner Karmelitinnen und die Motto-Abende im Kit-Kat-Club kennt, weiß, was das heißt.