Zugbegleiterin wirft 13-Jährigen aus Zug

Kinder unterwegs: Keine Fahrkarte - keine Panik“ verkündet die Bahn in ihrem „Themendienst“ – Anlass waren Fälle, in denen Minderjährige aus dem Zug geworfen wurden. Jetzt heißt es unmissverständlich: „Sicher bis zum Zielbahnhof - Kinder und Jugendliche dürfen nicht von der Fahrt ausgeschlossen werden“ – auch dann nicht, wenn sie ohne gültiges Ticket unterwegs sind. Einer Zugbegleiterin im RE1 von Frankfurt (Oder) nach Berlin (Start: 13.57 Uhr) war das egal: Weil ein 13-Jähriger auf der Fahrt von seinen Verwandten zu seiner Mutter (die am Bhf Alexanderplatz wartete) nur ein Handyfoto von seinem Schwerbehindertenausweis (80 %) vorzeigen konnte (20 Euro hatte er auch dabei) setzte sie ihn kurzerhand am 2. Advent um 14.21 bei eisigen Temperaturen in Fürstenwalde (Spree) vor die Tür. Zum Aufwärmen gibt’s da nichts - nur eine Trinkerecke, an der sich die Ortsrocker in Stimmung bringen. Frage: Was geht bloß vor in solchen Menschen, die ein Kind irgendwo aus dem Zug setzen, wann ist denen das Herz eingefroren?