Berlin soll wie Bullerbü werden: So sieht die grüne Hauptstadtvision aus

Berlin soll Bullerbü werden, zumindest ein bisschen. Das fordert Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch. „Wir haben in der Koalition viel geschafft, aber eine klare Vision, wie die Stadt aussehen soll, sind wir den Bürgern schuldig geblieben“, sagt Jarasch. Erfrischende Klarheit. Deshalb hat ihre Partei bunte Bildchen drucken lassen, die zeigen, wie sich die Grünen – kaum überraschend – die Stadt der Zukunft vorstellen (hier): Mehr Bäume, weniger Autos, mehr Fußgänger, weniger Asphalt. So soll etwa der Tauentzien zur schattigen Flaniermeile umgestaltet werden. Allerdings weist die Partei selbst daraufhin: bislang sind alles Wunschvorstellungen. Eine Antwort darauf, wie man die aus dem zaddrigen Verantwortungsgulasch aus Senat und Bezirken herausoperieren will, bleiben die Grünen noch schuldigschöne Bilder gab es nämlich auch schon vom „Modellprojekt Friedrichstraße“. Das Wort Verwaltungsreform taugt im Wahlkampf halt schlecht als Vision.