Versammlung Antisemitischer Verschwörungsfreunde im Babylon Kino
„Mielke, Merkel, Lederer – 70 Jahre SED reichen“, stand auf einem Schild vor dem „Babylon“ am Rosa-Luxemburg-Platz, drinnen versammelte sich die Querfront der antisemitischen Verschwörungsfreunde, Dresscode: Aluhut (hilft gegen böse Chemtrails). Die Hauptperson fehlte allerdings: Ken Jebsen, dem der „Alternative Karlspreis“ überreicht werden sollte. Als Laudator vorgesehen war übrigens Mathias Bröckers, was zu erhöhtem Blutdruck bei einigen seiner „taz“-Kollegen führt: Der 9/11-Conspiracy-Experte und Interessent an Versammlungen mit Reichsbürger-Appeal arbeitet gerade an einem Buch zum 40. Geburtstag seiner Zeitung – in deren Auftrag.