„Selbstbedienungsmentalität“ beim Senat? Bezirke beklagen, dass sie keine Stellen zur Umsetzung der Verwaltungsreform bekommen

Augenhöhe galt als das Erfolgsprinzip, um Senat und Bezirke bei der Verwaltungsreform an einen Tisch zu bringen – und dort zu halten. Ausgerechnet auf der Zielgeraden der Reform sehen die Bezirke dieses Prinzip nun jedoch verletzt. Weil sich der Senat 20 zusätzliche Stellen „zur Unterstützung der Reformbemühungen“ genehmigte, die Bezirke aber leer ausgehen, fühlen die sich jetzt hinter die Fichte geführt. „Das hat viele in den Bezirken wirklich getroffen, das war frech“, sagte Oliver Igel (SPD), Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, dem Checkpoint. Von „Selbstbedienungsmentalität“ des Senats ist angesichts der üppigen Eingruppierung der Stellen die Rede – je nach Erfahrungsstufe liegt das summierte Gehalt zwischen 9300 und 13.300 Euro im Monat. Aber auch andere Spannungen werfen den Reformprozess aus der Bahn. Kollege Robert Kiesel erklärt die Zusammenhänge hier unter diesem Link.