Wie Berlins Justizsenator mal wieder die Empörungsprofis reizt

Mit Hinweisen zum „diversitysensiblen Sprachgebrauch“ sorgt die Justizverwaltung derzeit für Furore. Zumindest bei Empörungsprofis wie Hubertus Knabe. Ein Kommentar. Von Lorenz Maroldt

Wie Berlins Justizsenator mal wieder die Empörungsprofis reizt
Foto: Sven Darmer/Davids

Apropos Sprache: Justizsenator Dirk Behrendt (der gestern übrigens auf eine Twitter-Satire hereinfiel) hat mal wieder aufs Knöpfchen gedrückt – und die Empörungsreserve von Gunnar Schupelius bis Hubertus Knabe marschiert los wie Duracell-Männchen. Anlass ist ein „Leitfaden zum diversitysensiblen Sprachgebrauch“ für die Verwaltung. Gäbe es am 11.11. Karneval, „Gretel“ Kramp-Karrenbauer würde das Werk vermutlich statt einer Büttenrede komplett vortragen. Alle anderen können in Ruhe darüber nachdenken, ob sie statt „Ausländer“ lieber „Einwohnende ohne deutsche Staatsbürgerschaft“sagen wollen. Ich find’s ja ein bisschen lang. Aber an „Eods“ könnte ich mich gewöhnen.