Innensenator Geisel in der Kritik

Politisch verantwortlich zur Zeit der (nach) lässigen Observation nach Berlin-Art: Innensenator Frank Henkel, einst angetreten, die Polizei besser auszustatten. Für den Dauereinsatz gegen Haschischhändler im Görli hat’s gereicht, zur besseren Terrorabwehr nicht. Aber auch Nachfolger Andreas Geisel bekommt Ärger: Zum einen, weil er zuerst die Öffentlichkeit über den Abschlussbericht informierte, nicht das Parlament - der Ausschussvorsitzende Peter Trapp äußert in einem Brief an Geisel „großes Befremden“, unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten sei das Vorgehen „unhaltbar“. Zum anderen wird Polizeipräsident Klaus Kandt für Geisel zur Belastung, auch wegen seiner lockeren Sprüche. Kritik von Abgeordneten bügelt er ab mit den Worten „Haben Sie wirklich erwartet, dass die Polizei keine Fehler macht?“, und den Innensenator lobt er: „Er mischt sich nicht in fachliche Dinge ein.“ Wird Zeit, dass sich Geisel mal in ein paar personelle Dinge einmischt.