Bronze für Berlins Verwaltung
Zum Beispiel für die Berliner Verwaltung, die diese Woche überraschend Bronze abgeräumt hat. Ja, ernst gemeint! Den Platz auf dem Treppchen teilen sich:
+++ Xhains Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (Grüne), die dem Checkpoint schrieb, sie sei dafür, die nach dem antisemitischen Schriftsteller Ernst Moritz Arndt benannte Arndtstraße im Bergmannkiez umzutaufen. Zwar entscheide nicht das Bezirksamt über Umbenennung, sondern die BVV. Aber: „Im konkreten Fall halte ich persönlich eine Umbenennung für geboten.“
+++ Gleich mehrere Ämter Berlins, die Checkpoint-Leserin Yvonne Christ geradezu beglückten: die Behördennummer 115, die nach einem Portemonnaie-Diebstahl rasch einen Termin organisierte; das Bürgeramt, das „schnell, professionell und humorvoll“ die geklauten Dokumente neu beantragte. Und dann schaffte Christ es auch noch, innerhalb weniger Tage ein Fahrzeug umzumelden – „mit einer Geschwindigkeit (…), dass mir schwindlig wurde“. Wir kommen da jetzt auch nicht mehr mit. Nur dass es sich hier um einen nahezu perfekten Fall von „Amt, aber schwindlig, äh, glücklich“ handeln muss.
++ Für die BVG-Person, die unserer Leserin Patricia die Mütze ihrer verstorbenen Mutter wiederfinden konnte, ist auf dem Bronze-Treppchen natürlich auch noch Platz.