Linke fordert PCR-Tests für Berliner Schüler
Für einen besseren Corona-Schutz wollen Berlins Linke „Lolli“- Tests an Schulen einsetzen. Den Verzicht darauf findet Fraktionschef Carsten Schatz „unerhört“. Von Julius Betschka
Auch im Berliner Senat wird heute das Thema Corona dominieren (wegweisende Beschlüsse werden nicht erwartet). Die Linke fordert besseren Schutz für die Schüler: „Wir haben seit Wochen auf die PCR-Lolli-Tests gedrungen und es gab zwischendurch auch hoffnungsvolle Zeichen“, sagte Linksfraktionschef Carsten Schatz dem Checkpoint. „Dass darauf jetzt verzichtet wird, finde ich eigentlich unerhört“. Stattdessen wird es in Berlin in den ersten Wochen für jeden Schüler drei Schnelltests pro Woche geben – die Bildungsverwaltung war gegen die PCR-Tests. Es soll – jetzt, nach sechs Wochen Ferien – einen Modellversuch an einer Kita und einer Schule geben. Schatz: „Es gibt längst Studien aus NRW und Bayern, die Wirksamkeit und Machbarkeit belegen. Durch PCR-Tests wissen wir schon vor Symptombeginn, ob jemand infiziert ist. Antigen-Tests schlagen im Schnitt erst zwei Tage später an.“ Er fordert, dass die sichereren PCR-Tests in Berlin einmal pro Woche durchgeführt werden. Dagegen spricht wahrscheinlich nur: die Zeit.