Warum tun sie das? Die überraschenden Sondierungen der Berliner Grünen mit der CDU
Traditionell lädt der Wahlsieger zum Gespräch, nicht der Zweitplatzierte. Doch nicht nur deshalb kommt das Treffen zwischen Jarasch und Wegner unerwartet. Von Julius Betschka
Das am Montag angekündigte Einzelgespräch zwischen Grünen und CDU gilt dagegen als Überraschung. Erstens, weil zu Sondierungen traditionell die Wahlsiegerin einlädt, nicht der Zweitplatzierte. Zweitens, weil Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch hinsichtlich grün-schwarzer Gedankenspiele immer sehr deutlich war: „Es gibt viele Konservative, denen Grundwerte wie Humanität oder die Verantwortung für Arme und für die Bewahrung der Natur wichtig sind, mit denen wir gemeinsame Ziele erreichen können.