In Berlin soll der Klimaschutz Chefsache für alle werden

Eine Art „Klimaschutz-Kabinett“ soll dafür sorgen, dass Berlin Vorreiter beim Thema Umwelt wird. Franziska Giffey war wichtig: dass die BSR mehr Parks reinigt. Von Julius Betschka

In Berlin soll der Klimaschutz Chefsache für alle werden
Durchatmen beim Thema Klimaschutz konnten Klaus Lederer (Linke), Franziska Giffey (SPD) und Bettina Jarasch (Grüne, re.). Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Ach, eine neue Koalition wird in Berlin auch verhandelt. Wahrscheinlich sitzen die Verhandler noch immer auf dem EUREF-Campus in Schöneberg. Thema: Mobilität. Zwei Beamer strahlen Absatz für Absatz des Textes an die Wand, Komma für Komma wird durchgesprochen. Bei einer Pressekonferenz am Abend konnten die Unterhändler nur so viel sagen: Verkehr wurde noch gar nicht verhandelt, erstmal war der Klimaschutz dran. Vereinbart wurde: Klimaneutralität „so schnell wie möglich“ (aber ohne Datum), mehr Solarpower für Berlin und Kohleausstieg spätestens 2029 (nicht erst 2030). Außerdem soll es eine Art Klimaschutz-Kabinett geben, das Thema Querschnittsaufgabe der gesamten Regierung werden. Franziska Giffey war wichtig: Auch Sauberkeit ist Naturschutz – deshalb soll die BSR künftig noch mehr Parks reinigen, häufiger Sperrmüll abholen. Die Rede dazu war flammend, einzuwenden ist dagegen wenig. Den Gesichtsausdrücken nach zu urteilen, ist „das Müllthema“ Bettina Jarasch und Klaus Lederer aber eher geht so wichtig. Eigentlich soll sonst aber alles tutti paletti sein: Zeitplan gut, Laune gut, Koalition gut.